Sonstige Varianten
Großräumig Ost
Streckenverlauf:
Der Verkehr würde am östlichen Ortsrand von Steinhöring auf
der zu ertüchtigenden Kreisstraße EBE20 abgefangen und nach Norden geführt.
Nach 5 km trifft die Straße auf die Kreisstraße EBE6, die ebenfalls ertüchtigt
werden müsste. Nach weiteren 2 km trifft die Straße auf die Bundesstraße 12 die
bei Forstinning zur Autobahn 94 wird.
Bei Abersdorf und Rupertsorf wären eventuell kurze
Umfahrungen nötig (1000 m und 500 m) um die Bewohner vom erhöhten
Verkehrsaufkommen zu entlasten.
Die Ortsdurchfahrt von Ebersberg (St2080) könnte nach
Fertigstellung für den Schwerlastverkehr gesperrt werden, da eine ortsnahe Nord-Süd-Parallele
geschaffen worden wäre.
[Bild Großräumig Ost]
Geschichte:
Bereits seit gut 20
Jahren fordert der Bund Naturschutz (BN), der Verkehrsclub für Deutschland
(VCD) und die Grünen diese Straßenzüge für relativ wenig Geld zu ertüchtigen,
um den Verkehr auf der B304 von und nach Richtung Wasserburg bereits vor den
Orten Steinhöring, Ebersberg, Kirchseeon, Zorneding und Vaterstetten nach
Norden auf die Leistungsfähige A94 abzuleiten zu können.
Der Verkehr wäre somit auf bestehende Straßen verlagert
worden. Im Gegenzug hätten auf die naturzerstörenden und teuren Ortsumfahrungen
von Zorneding (5 km, 12 Mio. €), Ebersberg (6 km, 25 Mio. €) und in (ferner)
Zukunft wahrscheinlich auch Kirchseeon und Steinhöring verzichten werden
können.
Realität:
Leider ist diese Variante nicht näher in Betracht gezogen
worden und die B304-Schneisen um Zorneding und Ebersberg Realität.
Aktuelle Straßenplanung:
Die B304-Umfahrungen von Kirchseeon und Steinhöring sind im
aktuellen Bundesverkehrswegeplan lediglich im „weiteren Bedarf“ aufgeführt. Ein
Baubeginn ist bei diesen Projekten vor dem Jahr 2025 unrealistisch.
Aktuell wird vom Freistaat Bayern eine Ertüchtigung der
Staatstraße 2080 angestrebt (siehe FAQ).
Die Umfahrung „Großräumig Ost“ macht in diesem Konzept
keinen Sinn, da die AutofahrerInnen die von Süden kommend (aus Grafing) zur A
94 fahren (und umgekehrt) einen 10 km (!) langen Umweg über Steinhöring fahren
müssten.
Zudem würde Steinhöring verstärkt vom Durchgangsverkehr
belastet, da ja die EBE20 im Osten der Gemeinde ansetzt und somit sämtlicher
Durchgangsverkehr zunächst den Ort passieren müsste; und zwar um so mehr, je
mehr man die PKW und LKW-Lenker dazu zwingt, diese Route nutzen.
Fazit:
"Großräumig Ost" stellt keine Alternative für den
Nord-Süd-Verkehr der heute durch die Kreisstadt Ebersberg
läuft dar!
PDF-Folien zum Vortrag: "Mobilität auf Abwegen" - "Gesamtverkehrskonzepte" für den Landkreis Ebersberg auf dem Prüfstand